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Balkon gestalten – So wird die kleine Fläche zum gemütlichen Wohnzimme…

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작성자 Bernadine
댓글 0건 조회 1회 작성일 26-07-07 14:38

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Ich liebe meinen Balkon, aber ehrlich gesagt: Als ich vor zwei Jahren in meine 45-Quadratmeter-Wohnung zog, war der knapp sechs Quadratmeter große Betonboden mit alles andere als einladend. Die typische Berliner Altbau-Situation – der Balkon liegt zur Straße, ist schmal und bietet genau Platz für zwei klapprige Stühle, die der Vormieter hinterließ. Meine erste Idee war, einfach ein paar Pflanzen draufzustellen und die Sache zu vergessen. Aber dann begann ich, mich richtig mit dem Thema Balkon gestalten auseinanderzusetzen. Denn dieser kleine Außenbereich kann mehr sein als nur Abstellfläche für Fahrräder oder Mülltonnen. Er wird zu einem echten Wohnraum, der den Sommer über die winzige Küche entlastet und sogar Übernachtungsgäste beherbergt. Die Herausforderung: Das meiste von dem, was ich mir vorstellte, passte nicht. Zu groß, zu schwer, zu sperrig. Also musste ich kreativ werden und auf Möbel setzen, die mehrere Jobs gleichzeitig erledigen.

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Die größte Hürde war für mich die Frage, wie ich auf dem Balkon übernachten lassen kann, ohne dass es unbequem wird. Meine Eltern wohnen vier Stunden entfernt, und wenn sie zu Besuch kommen, brauchen sie eine richtige Schlafgelegenheit. Ein Luftbett auf dem Boden war keine Option – zu unbequem für den Rücken, zu kalt nachts. Also suchte ich nach einer Lösung, die tagsüber als Sitzbank durchgeht und nachts zum Bett wird. Fündig wurde ich bei einer kompakten Liege aus Akazienholz, die mit wenigen Handgriffen ausklappbar ist. Darauf kommt ein 16 cm dicker Matratzenaufsatz aus Kaltschaum, der atmungsaktiv bleibt und nicht schimmelt. Das Ganze steht auf einem stabilen Lattenrost, der extra für den Außenbereich beschichtet ist. Wichtig war mir, dass die Liege nicht zu schwer ist – ich muss sie ja bei Regen oder im Winter ins Wohnzimmer räumen. Mit 25 Kilogramm ist das machbar.


Für die gemütlichen Stunden am Nachmittag habe ich mich dann für eine schmale Couch entschieden, die eigentlich als Gartenmöbel deklariert war. Ihr Gestell ist aus pulverbeschichtetem Aluminium, die Sitzfläche besteht aus feinem Textilene-Gewebe, das Wasser abperlen lässt. Zwei große Kissen mit herausnehmbaren Bezügen aus Baumwoll-Leinen-Mix machen den Sitzkomfort aus. Was mich besonders freut: Diese Couch hat unter der Sitzfläche einen kleinen Stauraum, in dem ich zwei Decken und vier Gästekissen unterbringe. So muss ich nicht jedes Mal in die Wohnung laufen, wenn es abends kühler wird. Und weil der Balkon nach Südwesten ausgerichtet ist, fängt er ab 16 Uhr die volle Sonne ein – da will man einfach liegen bleiben, ohne ständig aufstehen zu müssen.


Ein echtes Problem war der fehlende Stauraum für Bettwäsche und Gästehandtücher. In meiner Wohnung gibt es keinen einzigen Einbauschrank, und der Flur ist so schmal, dass selbst ein schmales Regal den Durchgang blockiert. Also habe ich eine alte Holzkiste, die auf dem Sperrmüll lag, mit Schleifpapier und Bootslack aufgearbeitet. Sie steht jetzt unter der Klappliege und beherbergt zwei Sätze Bettbezüge, vier Handtücher und ein paar Kerzen. Die Kiste ist wasserdicht versiegelt, und ich habe Rollen unten drangeschraubt, damit ich sie bei Bedarf rausziehen kann. So ein Möbelstück ist nicht teuer, aber es löst das Problem des Platzmangels auf elegante Weise. Denn auf einem Balkon zählt jeder Zentimeter, und offene Regale sehen schnell unordentlich aus, besonders wenn dort bunte Textilien lagern.


Die Pflanzenwahl hat ebenfalls viel mit dem Thema Balkon gestalten zu tun. Ich habe mich gegen große Kübel entschieden, weil sie zu viel Bodenfläche wegnehmen. Stattdessen baue ich an der Brüstung entlang eine schmale Pflanzschale aus Zinkblech, die ich mit Kräutern wie Minze, Rosmarin und Thymian bepflanze. Die duften herrlich, wenn ich abends dort sitze, und sind praktisch fürs Kochen. Dazu kommen zwei Hängeampeln mit Fuchsien, die von der Decke runterhängen – das lenkt den Blick nach oben und lässt den Balkon größer wirken. Wichtig war mir, dass alle Pflanzen windfest sind. Denn auf meinem Balkon im fünften Stock pfeift es manchmal ganz schön, und zarte Blüten halten das nicht aus.


Abends wird der Balkon zum Wohnzimmer unter Sternen. Eine Lichterkette mit warmweißen LED-Lämpchen habe ich spiralförmig um das Geländer gewickelt – das gibt ein weiches, indirektes Licht. Dazu eine Solarlaterne auf dem Tisch, die tagsüber lädt und abends automatisch angeht. Und weil ich gerne draußen esse, habe ich einen klappbaren Beistelltisch aus Teakholz besorgt, der genau zwischen Couch und Liege passt. Darauf steht mein Laptop, wenn ich arbeite, oder ein Glas Wein am Feierabend. Der Tisch lässt sich flach zusammenlegen und dann hinter der Couch verstauen – so bleibt der Boden frei, wenn ich mal tanzen oder Yoga machen will.


Natürlich bin ich noch nicht fertig mit dem Projekt. Im nächsten Jahr möchte ich eine Markise anbringen, die mich vor der prallen Mittagssonne schützt. Und vielleicht kommt noch ein kleiner Outdoor-Teppich dazu, der das Grau des Betons etwas aufweicht. Aber was ich bisher gelernt habe: Mit durchdachtem Balkon gestalten kann man selbst aus einem Mini-Balkon einen echten Wohlfühlort machen. Die Kombination aus Sitzgelegenheit, Stauraum und Pflanzen ist der Schlüssel. Und wenn dann die Gäste kommen, klappe ich die Liege aus, hole die Bettwäsche aus der Kiste und fertig ist das Schlafzimmer unter freiem Himmel. Keine Kompromisse, kein Schleppen von Matratzen durch die Wohnung – einfach nur Sommergenuss.

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